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Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik fordert umfassende Suizidprävention. Fremde Hilfe um einen Suizid durchzuführen ist inakzeptabel.

Wien (OTS) - In Österreich versterben jedes Jahr rund 1200 Menschen durch Suizid, rund dreimal so viele wie im Straßenverkehr. Suizidprävention ist der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP) daher ein ganz wesentliches Anliegen.

In diesem Zusammenhang ist die ÖGPP sehr besorgt über aktuelle Tendenzen zur Legalisierung des „assistierten Suizids“. Als PsychiaterInnen sind wir in unserer täglichen Arbeit häufig mit Todeswünschen von PatientInnen konfrontiert. Im gesellschaftlichen Diskurs wird allerdings oft ausgeblendet, dass der Wunsch zu sterben üblicherweise keine endgültigen Entscheidung ist, sondern als Ausdruck von Angst und Ambivalenz in hohem Maße fluktuiert. Todeswünsche können unter anderem auch Ausdruck behandelbarer seelischer Erkrankungen wie Depressionen sein.

Die Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP) hat daher bereits im Jahr 2017 ein Positionspapier zum Thema Sterbe- und Suizidhilfe in Österreich herausgegeben und sieht es als zentrale Aufgaben ärztlichen Handelns, Menschen bei der Überwindung von Lebenskrisen zu unterstützen.

Hilfe bei der Umsetzung von Sterbewünschen kann aus Sicht der ÖGPP grundsätzlich keine ärztliche Aufgabe sein. Die ÖGPP lehnt daher eine Änderung der gesetzlichen Situation in Österreich zum Thema Sterbe- und Suizidhilfe ab und vermisst in der Diskussion ein psychiatrisch-psychotherapeutisches Verständnis für Menschen in Krisensituationen. Die vorrangige ärztliche und therapeutische Aufgabe muss es sein, Behandlungsmaßnahmen auch zur leichteren Erträglichkeit schwerer Erkrankungen und des Sterbeprozesses engagiert einzusetzen und die Palliativmedizin in Österreich in allen Fachbereichen zu stärken.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie
und Psychosomatik
office@oegpp. ...
Quelle: OTS0115, 7. Sep. 2020, 12:29

Präsidentin Michaela Hinterholzer: „Mehr kassenfinanzierte Plätze, Schluss mit den Kontingentierungen!“

St. Pölten (OTS) - Der Bedarf an Psychotherapie ist in den letzten Jahren massiv gestiegen, doch nur für rund 1 % der Bevölkerung gibt es eine durch die Krankenkassen finanzierte Behandlung. „Gerade jetzt, in einer sehr herausfordernden Zeit, kann es nicht sein, dass psychisch belastete Menschen nicht die Hilfe bekommen, die sie dringend benötigen“, kritisiert Hilfswerk Niederösterreich-Präsidentin Michaela Hinterholzer. „Ein rascher Ausbau der kassenfinanzierten Psychotherapie mit einem unbeschränkten Zugang und eine adäquate, kostendeckende Finanzierung für die Träger sind daher dringend notwendig!“

Das Hilfswerk Niederösterreich bietet mit 40 Therapeut/innen an 12 Standorten Psychotherapie an, im letzten Jahr wurden 16.000 Stunden geleistet. Der Großteil davon für Kinder und Jugendliche, für die Verträge mit allen Krankenkassen des Landes bestehen. Der Bedarf wäre weitaus höher, doch der Bereich ist von der öffentlichen Hand stark unterfinanziert. „Für Erwachsene können wir leider nur sehr eingeschränkt kassenfinanzierte Plätze anbieten, da hier Kontingente eingezogen sind und darüber hinaus mit namhaften Kassen die Verträge fehlen“, so Hinterholzer. „Wir unterstützen daher die vom Österreichischen Verband für Psychotherapie formulierte Forderung nach dringenden Verbesserungen im Therapiebereich: Mehr kassenfinanzierte Plätze, Schluss mit den Kontingentierungen! Damit könnten wir vielen weiteren Menschen in Niederösterreich, die sich eine kostspielige Behandlung nicht leisten können, das Leben erleichtern.“

Das Hilfswerk Niederösterreich verbindet in seinem Angebot Generationen und begleitet professionell getreu dem Motto „Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Sie und Ihre Familie“. Alle Details zu den Angeboten des Hilfswerks - sei es der Bereich Hilfe und Pflege daheim oder das Leistungsangebot der Familien- und Beratungszentren -finden Sie auf unserer Website www. ...
Quelle: OTS0039, 4. Sep. 2020, 09:56

Wien (OTS) - In Österreich sterben beinahe dreimal soviele Menschen an Suizid wie im Straßenverkehr. Gerade wenn die seelische Not so groß ist, dass sie von den Betroffenen als unerträglich empfunden wird, zählt jede Minute. Anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September skizziert der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP), warum der unbürokratische Zugang zur Psychotherapie wichtiger ist, denn je.

In einem Online-Pressegespräch (Zoom) informieren:

Dr. Wolfgang Schimböck, Vizepräsident des ÖBVP

Prim. Univ.-Prof. Dr.Christian Haring, Ärztlicher Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, Landeskrankenhaus Hall, Tirol

Zeit: Mittwoch, 9. September 2020, 10.00 Uhr

Das Pressegespräch findet virtuell in Form eines Zoom-Meetings statt. Einwahl-Link, Meeting-ID sowie Passwort erhalten Sie nach der Anmeldung unter:

oebvp.holley-spiess@psychotherapie.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag.ª Evelyn Holley-Spieß
Pressesprecherin / Externe Kommunikation

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Löwengasse 3/3/4 :: A-1030 Wien
T +43.1.512 70 90.25 :: F +43.1.512 70 90.44
E oebvp.holley-spiess@psychotherapie.at :: www.psychotherapie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBP0001 ...
Quelle: OTS0169, 3. Sep. 2020, 15:05

Zitat: www.tips.at 01.09.2020 07:00 Uhr

"[...] In Braunau gibt es die Möglichkeit, bei EGO kostenlose und vertrauliche Beratung oder Therapie in Anspruch zu nehmen. [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: www.tips.at 01.09.2020 07:00 Uhr

Wien (OTS) - Die Grünen begrüßen den heutigen Vorstoß des Berufsverbands für Psychotherapie als Beitrag zur Debatte, die mit einem Runden Tisch bei Minister Anschober am 22.09. beginnen wird. Das Ziel der Gespräche ist es, rasch den Zugang zu Psychotherapie und psychologischer Hilfe niederschwellig, qualitätsvoll und vor allem für alle Menschen im Land gleichermaßen zu gewähren.

Die Grünen stellen fest, dass in Sachen Psychotherapie und psychologischer Unterstützung schon lange Maßnahmen benötigt werden. „Es braucht Angebote überall dort, wo die Menschen leben und ihren Lebensmittelpunkt haben. Es braucht Angebote, die sich am Bedarf der Menschen orientieren. Und es braucht Angebote, die niederschwellig Menschen in ihren jeweiligen Situationen abholen. Es braucht aber auch Präventionsangebote im Job, der Schule und den Unis bzw. FHs. Psychischer Druck ist allgegenwärtig und bestimmt das Gesundheitsbild unseres Landes immer nachhaltiger. Auch ohne Corona-Krise haben wir Handlungsbedarf, jetzt umso mehr und umso dringender."

Schallmeiner bekräftigt jedenfalls nochmals die Notwendigkeit im Herbst eine gute Lösung gemeinsam zu erzielen. Der Grüne Gesundheitssprecher dazu: „Ob es am Ende der Debatte genau dieser Vorstoß des Berufsverbandes sein wird, der zum Zug kommt, wird sich erst weisen. Wichtig ist uns jedenfalls, dass wir das Angebot ausweiten, dass wirklich alle Menschen die psychotherapeutische oder psychologische Hilfe benötigen diese umgehend und nahe an ihrem Lebensumfeld bekommen. Dazu gehört aber auch, dass wir alle Berufsgruppen in diesem Bereich gleichermaßen in diese Diskussion einbinden und zum Teil der Gesamtlösung machen.“.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001 ...
Quelle: OTS0025, 28. Aug. 2020, 09:12

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie thematisiert den steigenden Bedarf an Psychotherapie und appelliert an die Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen

Wien (OTS) - Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) stellt die Aktionsphase, das Maßnahmenpaket und die Forderungen der Kampagne #mehrpsychotherapiejetzt vor. Ziel der Kampagne ist es, mehr kassenfinanzierte Psychotherapieplätze zu erreichen, die Kontingentierung abzuschaffen und die Behandlung psychischer Leiden aus dem Tabubereich zu holen. ÖBVP-Präsident Dr. Peter Stippl dazu: „Wir brauchen mehr Psychotherapie jetzt! In Österreich ist die Versorgung immer noch zu stark an die Geldbörse geknüpft oder mit langen Wartezeiten verbunden. Gerade die Corona-Krise zeigt, wie belastet die ÖsterreicherInnen durch Stress, Druck und Angst sind. Mit der Kampagne ergreifen wir die Initiative und fordern von den Verantwortlichen, dass sie jetzt handeln müssen.“

Mag.a Beatrice Frasl, Podcasterin und Erfahrungsexpertin berichtet: "Stell dir vor, du gehst mit einer Grippe zu deiner Hausärztin und dort erfährst du, dass du nicht behandelt werden kannst, weil es nur ein Kontingent für zehn Grippepatient_innen gibt und das sei bereits ausgeschöpft. Undenkbar? Für Menschen mit psychischen Erkrankungen steht genau das an der Tagesordnung.“

Tag der Psychotherapie, digitale Couchtour und eine Kampagne zum Mitmachen

Im Rahmen von #mehrpsychotherapiejetzt etabliert der ÖBVP den Tag der Psychotherapie am 20. November. „Am 20.11. werden in ganz Österreich Veranstaltungen und Aktionen stattfinden, die sich mit psychischer Gesundheit beschäftigen und die Barrieren zur Psychotherapie abbauen. Denn Psychotherapie ist bei seelischem Leiden das Mittel der Wahl – und das seit über 100 Jahren“, so Dr. Stippl. Je nach aktueller Corona-Situation finden die Veranstaltungen ggf. virtuell statt. Die Kampagne bietet bis dahin zahlreiche Aktivitäten, wie eine digitale Couchtour und eine Mitmach-Plattform auf www. ...
Quelle: OTS0021, 28. Aug. 2020, 09:00

An der SFU wurde erstmals die Einstellung von Psychotherapeut*innen zu telefonischen und videotelefonischen Therapieangeboten vor und nach der CoViD-Krise erhoben.

Wien (OTS) - An der Sigmund Freud PrivatUniversität wurde nun erstmals im Detail untersucht, ob und wie sich telefonische und videotelefonische Psychotherapie, die während der Lockdown-Phase infolge der CoViD-19 Krise erstmals in Österreich zugelassen war, auch danach längerfristig als Ergänzung der bestehenden Angebote etablieren könnte. Dazu wurden im Juni 2020 mehr als 700 Psychotherapeut*innen in ganz Österreich ausführlich zu ihren Erfahrungen mit telefonischer und videotelefonischer Psychotherapie (E-Psychotherapie) befragt.

E-Psychotherapie war vor der CoViD-19 Krise in Österreich nicht über Krankenkassen abrechenbar und nur ein knappes Drittel der Befragten gab an, vor Beginn der Krise eine positive Einstellung zur elektronisch mediatisierten Form der Therapie gehabt zu haben. Mit der Krise und ihren spezifischen Anforderungen an die psychotherapeutische Praxis hat sich das nun grundlegend geändert. Dazu meint Priv.-Doz. Dr. Alfred Uhl, Dozent für Psychotherapiewissenschaft an der SFU:

„Mit den krisenbedingt sehr kurzfristig auch in Österreich ermöglichten und von den Krankenkassen getragenen telefonischen und videotelefonischen Psychotherapieangeboten konnten und mussten viele Psychotherapeut*innen erstmals persönlich Erfahrungen mit diesen Therapieformen sammeln. Während vor der CoViD-Krise nur 1/3 die Option einer E‑Psychotherapie positiv einschätzten, beurteilen inzwischen rund 2/3 der Psychotherapeuten diese Option generell positiv und fast 90 % finden, dass E-Psychotherapie in bestimmten vorübergehenden Situationen ein sinnvolles Angebot darstellt. 71 % der befragten Psychotherapeutinnen waren dafür E-Psychotherapie als generell abrechenbare Leistung in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen und 94 % waren für Kassenfinanzierung für E-Psychotherapie in Ausnahmesituationen. ...
Quelle: OTS0122, 25. Aug. 2020, 15:55

Zitat: www.tips.at 07.08.2020 07:52 Uhr

"[...] Die Corona Hygienemaßnahmen zum Schutz aller sind sehr fordern und es nehmen die Anfragen um Beratungen und Psychotherapien seit ein paar Wochen kontinuierlich zu, sodass es vereinzelt wieder zu längeren Wartezeiten kommen kann [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: www.tips.at 07.08.2020 07:52 Uhr

Zitat: www.tips.at 04.08.2020 07:00 Uhr

"BEZIRK BRAUNAU. Pro mente unterstützt psychisch belastete Menschen mit ihren Angeboten schon seit Jahrzehnten. [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: www.tips.at 04.08.2020 07:00 Uhr

HERMES ist ein internetbasiertes Selbsthilfeprogramm zur Stärkung des psychischen Wohlbefindens und von Problemlösefähigkeiten. Für die Studie sucht die Universität Bern, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie freiwillige Studienteilnehmer*innen.

Internetbasierte Selbsthilfeprogramme sind in den letzten Jahren intensiv wissenschaftlich untersucht worden. Dabei hat sich für viele physische und psychische Beschwerden gezeigt, dass solche Programme wirksam Symptome reduzieren. Das vorliegende Programm eignet sich für leichte und mittelschwere Depressionen.

Ziel der Studie
Mit dieser Studie will die Universität Bern, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie untersuchen, wie internetbasierte Selbsthilfeprogramme am besten vermittelt werden sollen, damit sie besser wirken und Teilnehmende länger motiviert bleiben, die Programme zu bearbeiten. Das vorliegende Selbsthilfeprogramm basiert auf einer wissenschaftlich überprüften Psychotherapie, die sich für Depressionen als wirksam erwiesen hat.

Verantwortliche Personen
Prof. Dr. Thomas Berger und MSc Oliver Bur der Universität Bern, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie

Voraussetzungen für die Teilnahme:
An der Studie können Personen teilnehmen, die:
• sich oft niedergeschlagen, schwermütig oder hoffnungslos fühlen,
• wenig Interesse oder Freude an ihren Tätigkeiten empfinden,
• wiederkehrenden Stress durch Probleme erleben.
- über 18 Jahre alt sind
- Problemlösefähigkeiten oder Wohlbefinden verbessern wollen
- bereit sind, ein 8 wöchiges Programm zu durchlaufen und 5 Fragebögen zu beantworten

Informationen für die Anmeldung
Falls Sie an der Studie teilnehmen möchten, gehen Sie bitte wie folgt vor:
- Diese Website öffnen, auf "Jetzt mitmachen" klicken und mit E-Mailadresse (am besten eine anonyme) anmelden.
- Einverständniserklärung unterschrieben an hermes@psy.unibe.ch zustellen.
- Nach Eingang der Einverständniserklärung erhalten Sie ein Mail mit allen weiteren Informationen. ...

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