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Welche Klient*innen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben? Ich freue mich über Menschen aller Altersgruppen, ich arbeite gerne mit Erwachsenen in Einzel- und Paartherapie bis ins höhere Alter, aber auch mit Kindern und Jugendlichen. |
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Welche Klient*innen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen? Ich möchte niemanden von vornherein ausschließen, daher sollten wir es auf ein Erstgespräch ankommen lassen und schauen, welche Beziehung und Atmosphäre sich entwickelt. Ich freue mich auf Sie! |
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Wie kamen Sie zur Psychotherapie? Schon vor der Matura entstand mein Interesse für Psychologie und Psychotherapie, mein erster Studien- und Berufsweg war aber der einer AHS-Lehrerin für Deutsch und Englisch. Mich haben aber auch in diesem Beruf jene Schüler und Eltern besonders bewegt, die es nicht leicht hatten. So machte ich die Ausbildung zur Schülerberaterin, absolvierte dann berufsbegleitend das Diplom- und das Doktoratsstudium Psychologie und die Psychotherapieausbildung (KIP). So begann mein 2. Berufsleben, das ich nun schon über Jahrzehnte voll Freude leben darf. |
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Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen? Es war mein Herzenswunsch, eigentlich von Jugend an! |
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Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert? Es geht besonders um Einfühlung in die Menschen, um sprachliche und emotionale Sensibilität, aber genauso wichtig sind Fachwissen und Kompetenz, Akzeptieren und Verstehen auch schwieriger Erfahrungen und Lebensgeschichten. Es ist ein einmalig erfüllender Beruf! |
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Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?
Ich kam über meine schulische Arbeit zu Kinder-, Jugend- und Familienthemen. Dazu fügten sich durch die Arbeit mit erwachsenen KlientInnen weitere Themenbereiche, wie Partnerschaft, Angst, Depression, Krise, Borderline und Trauma. Ein Ende meiner Arbeitsfelder, die ja alle miteinander vernetzt sind, ist noch nicht abzusehen. Besonders erfüllend finde ich aber auch die Arbeit in der Paartherapie. |
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Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?
Ich möchte hier nichts werten. Menschen durch suizidale Krisen auf dem Weg zurück ins Leben zu begleiten, ist jedoch besonders bewegend und herausfordernd. Auch wenn es gelingt, gemeinsam mit den KlientInnen erstarrte Beziehungen aufzubrechen oder ganz einfach: Das Leben wieder zum Fließen zu bringen! |
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Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden? Ich glaube, dass jede meiner Kommunikationsformen das Ihre dazu beiträgt, ob im beruflichen oder auch im privaten Bereich! Authentische Kommunikation ist das Zauberwort! |
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Arbeiten Sie auch mit Berufskolleg*innen oder mit Expert*innen aus anderen Berufsgruppen zusammen? Ja, sehr gern! Die Vernetzung hilft besonders, die eigenen Sichtweisen zu erweitern und so auch unser aller Handlungsspielraum. |
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Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)? Ja, ich halte gerne Vorträge und Impulsreferate mit Gespräch. Auch Vorträge im Radio machen mir Freude. Besonders interessiert mich hier auch die Verbindung von Spiritualität und Psychotherapie/ Psychologie. Beispiele dazu finden Sie in der Radiothek von Radio Maria Österreich, wenn Sie in der Suchfunktion meinen Namen eingeben! Vielleicht hören Sie ein bisschen hinein! www.radiomaria.at |
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Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen? Ich arbeite gerne mit KlientInnen aller Altersstufen, daher nehme ich zunehmend auch die Alterspsychotherapie in den Blick. Das Leben kann in jedem Alter bunter und reicher werden. Für mich ebenso aktuell: Meine Arbeit in der Paartherapie, die ich als besonders lohnend empfinde. Wichtig ist mir auch meine psychotherapeutische Arbeit im Südkärntner Raum! Es ist eine besondere Gegend, ein kulturell und historisch reicher Raum durch die Zweisprachigkeit, aber derzeit psychosozial noch nicht ausreichend versorgt. |
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Was bedeutet für Sie Glück? Glück ist für mich: gute Beziehungen und Freundschaften zu leben und kreativ und lebendig zu bleiben! |
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Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern? Ich würde mich bei ihr bedanken, für alle Wünsche, die sie mir schon erfüllt hat! |
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Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Ich mag einsame Inseln nicht wirklich, weil ich gerne mit Menschen zusammen bin. |
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Was ist Ihr Lebensmotto? Beruflich und privat: ' Ein bissl was geht alleweil!' ( Aus der Uralt -Fernsehserie 'Monaco Franze') Das gilt für das Leben und die Psychotherapie. Und meistens geht noch viel, viel mehr! Ich bin bekennende, realistische Optimistin! |
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Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst? Keine wirklich. Ergänzen möchte ich vielleicht meine Vorbilder: Sigmund Freud, Viktor Frankl, Virginia Satir, Elisabeth Kübler- Ross. Eine Frage würde ich doch noch anfügen: Ist Psychotherapie bei Ihnen leistbar? |
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... und wie würden Sie darauf antworten? Ja, das ist sie! Für jeden meiner Klientinnen und Klienten. Für Menschen in finanziellen Nöten habe ich immer noch eine gute Lösung gefunden. Psychotherapie/ Beratung bei mir steht allen Menschen offen. |

