PsychotherapeutInnenKunert Cornelia




Interview von Mag. Cornelia Kunert

F: Welche KlientInnen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben?

Menschen, die auf der Suche sind nach einer Art zu leben, die ihnen in der Tiefe entspricht.

F: Welche KlientInnen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen?

In einem Erstgespräch kann man klären, welche Erwartungen bestehen und ich kann etwas drüber mitteilen, wie ich arbeite. Von vornherein würde ich niemanden als Klient oder Klientin ausschliessen. Begegnung heisst auch manchmal offen sein für das Unerwartete.

F: Wie kamen Sie zur Psychotherapie?

Man geht machmal Umwege, aber wenn man zurückblickt erscheint der Weg wie eine gerade Linie.
Im Grunde waren es persönliche Erfahrungen. Insbesondere eine Psychotherapie, die ich selber mit 18 Jahren gemacht habe, weil ich unter Angst litt. Sie war sehr erfolgreich und hat mich von der Wirksamkeit von Psychotherapie überzeugt und mich veranlasst mich dafür weiter und tiefer zu interessieren.


F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Seit ich etwa in meinem 16. Lj. von Freud erfahren habe, hat mich die Psychoanalyse und die Konzeption eines Unbewussten fasziniert. Dann habe mit 18 Jahren die Vorleseungen von Viktor Frankl in der Poliklinik Wien gehört, woraufhin ich beschlossen habe Matura zu machen und zu studieren.
Es hat für mich nie etwas Spannenderes gegeben als die Tiefe der Person, die Zusammenhänge die unser Wesen ausmachen und über die wir nur teilweise verfügen können, zu erhellen.
In meiner Kindheit hatte ich weniger echte Begegnung als ich gebraucht hätte. Ich glaube, das hat mich innerlich sehr darauf ausgerichtet, die heilsame Kraft der echten Begegnung zu suchen und über alles schätzen zu lernen.


F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Erstens eine umfassende psychotherapeutische Ausbildung.
Darüber hinaus aber Offenheit ohne zu bewerten, Geduld und Einfühlungsvermögen und eine gewisse Freude daran, am Leben zu sein.


F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Erfahrung in diesen Bereichen.

F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Die grössten kleinen Erfolge sind für mich, dass ich manchen Menschen dabei helfen konnte ihre Tage auf diesem Planeten freudiger und freier zu nützen.

F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Gegebenenfalls arbeite ich zusammen mit PsychiaterInnen, falls dies notwendig ist. Dies jedoch nur wenn der Klient oder die Klientin damit einverstanden ist oder die wünscht.

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Mitunter Workshops oder Gruppen.
Manchmal auch Vorträge.


F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Die einzelnen methodischen Ausrichtungen die ich gelernt habe elegant und effektiv zu verbinden. (Personzentierte Psychotherapie, Existenzanalyse, Hypnotherapie)
Ich arbeite daran, neben meiner Praxistätigkeit, die Zusammenhänge der humanistischen Psychotherapie mit Neurowissenschaften und Bewusstseinsforschung tiefer zu verstehen und etwas drüber zu verfassen.


F: Was bedeutet für Sie Glück?

Ich habe viel Grund zum Glücklichsein gehabt in meinem Leben - dafür bin ich innerlich dankbar.
Ich glaube am glücklichsten macht mich, mit Menschen verbunden zu sein, die ich liebe.


F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

1. möglichst lange bei klarem Bewusstsein und ohne Schmerzen zu leben.
2. dass dies auch denen die ich liebe möglich ist.
3. einen Blick in die Zukunft der Menschheit


F: Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

einen Arztkoffer mit Inhalt
etwas zum schreiben
ein Musikinstrument


F: Was ist Ihr Lebensmotto?

Beim Kajakfahren gibt es keinen 'richtigen' Paddelschlag, nur die beste Antwort auf die Bewegung des Wassers. So ist es für mich auch mit dem Leben.

F: Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst?

keine

F: ... und wie würden Sie darauf antworten?

...






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