PsychotherapeutInnenSchiefermair Michael




Interview von Michael Schiefermair

F: Welche KlientInnen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben?

- Menschen, die nach kreativen, stimmigen und nachhaltigen Lösungen für den
Umgang mit schwierigen Lebenssituationen oder bedeutenden Lebensfragen
suchen
- Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen, die ihre
Selbstheilungskräfte aktivieren und neue Wege in der Bewältigung dieser
Phänomene gehen möchten
- Menschen, die ihre Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst, einem Partner, einer
Partnerin, einem Kind oder ihrer Familie erweitern möchten
- Menschen, die wieder mehr spüren und erleben wollen, dass sie alles, was sie
brauchen, um sich als wertvolle, liebenswerte und selbständige Person zu fühlen,
schon in ihnen angelegt ist.


F: Welche KlientInnen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen?

Ich gehe davon aus, dass eine Zusammenarbeit gut gelingt, wenn alle Beteiligten nach einem Erstgespräch das Gefühl haben, dass die 'zwischenmenschliche Chemie' stimmt. Wenn Sie als Klient oder KlientIn spüren, dass Sie mir und meinen Methoden vertrauen können und Ihre Erwartungen mit meinem Angebot zusammenpassen, ist der Grundstein für eine produktive und respektvolle Zusammenarbeit gelegt.

F: Wie kamen Sie zur Psychotherapie?

Wie die meisten Menschen habe ich in meiner Kindheit und Jugend neben sehr positiven auch problematische Erfahrungen gemacht und psychisches Leid erlebt. Ich hatte das Glück, während meiner persönlichen Entwicklung immer wieder Bezugspersonen zu haben oder zu finden, die mich in schwierigen Zeiten unterstützt und begleitet haben, ohne mir etwas aufzudrängen.
Im Lauf der Zeit habe ich bei mir Fähigkeiten entdeckt, die es mir ermöglichten, auf andere vorurteilsfrei zuzugehen, Anschluss an ihr subjektives Selbst- und Weltbild zu finden und ihnen als wohlmeinender Reflexionspartner und Unterstützer zur Verfügung zu stehen.
Das habe ich dann auch beruflich genutzt, zunächst als diplomierter Sozialarbeiter und seit über 20 Jahren auch als Psychotherapeut.


F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Meine persönliche Entwicklung, mein Interesse für andere Menschen, meine Neugier und mein wachsender Optimismus.

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und Selbstmitgefühl, Geduld, das Fördern von Zuversicht, Hoffnung und dem Gefühl, selbst sein Leben (mit-)bestimmen und gestalten zu können.

F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Das ergibt sich aus meinem persönlichen Erfahrungshintergrund als Mensch mit bestimmten Herausforderungen und daraus entwickelten Fähigkeiten , als Mann und als jemand, der an die Selbstheilungs- und Selbsthilfekräfte des Menschen glaubt. In über 30 Jahren Arbeit in psychiatrischen Berufsfeldern habe ich viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen und psychischen Veränderungen gemacht. Außerdem war es mir immer wichtig, auf die eigene Psychohygiene und Arbeitskraft-Erhaltung zu achten. So konnte ich viele erlernte Methoden, Theorien und Arbeitshaltungen an mir selbst erproben und sie auch für meine KlientInnen nutzbar machen.

F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Das 'Sich-selbständig-machen' als Psychotherapeut, Coach und Supervisor in eigener Praxis, nachdem ich zuvor fast 30 Jahre als Angestellter gearbeitet hatte. Ich stamme aus einer Kaufmanns- und Gastwirtsfamilie, da war die Selbstständigkeit schon irgendwie in mir 'angelegt'.

F: Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?

Durch meinen ganzheitlichen hypno-systemischen Arbeitsansatz, indem die Erlebnisweisen von Psyche, Geist und Körper zusammengeführt werden und sich im Sinne eines in sich stimmigen Wohlfühl- und Gesundheitsempfinden ergänzen sollen.

F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ja, ich arbeite mit praktischen Ärzten, Fachärzten für Psychiatrie, Fachärzten für innere Medizin, PsychologInnen, Sozialeinrichtungen und anderen Psychotherapeuten zusammen.

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Ja, ich biete Hypnosegruppen für Menschen mit Darmproblemen an, außerdem Workshops für werdende Eltern. Ich unterrichte das Fach 'Selbsterfahrung' an der Fachhochschule OÖ.
Ich arbeite als Supervisor für Sozialeinrichtungem und im Sozialbereich Tätige. Ich arbeite auch als Coach für Führungskräfte im Non-Profit und im Profit-Bereich.


F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Ich will mich beständig als Mensch und als Fachkraft weiterentwickeln.

F: Was bedeutet für Sie Glück?

Glück bedeutet für mich, dankbar zu sein, was mir im Leben Gutes widerfährt, aber auch für die stetigen Herausforderungen, die mich zur Weiterentwicklung anregen. Glück ist für mich auch, die Möglichkeit zu haben, in einem freien, demokratischen und wohlhabenden Land zu leben und mich an schönen Momenten und Erlebnissen zu erfreuen.

F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Immer liebe Menschen, gute Musik und etwas, das es zu genießen gibt, um mich zu haben.

F: Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Feuerzeug, Musikmaschine, Bücherkiste

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

'Du kannst die Wellen des Lebens nicht aufhalten, aber du kannst lernen, darauf zu reiten!' (frei nach Jon Kabat-Zinn)






Sie sind hier: PsychotherapeutInnen

Weitere bestNET.Portale

powered by T3consult
Datenschutz-Erklärung