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Veranstaltung:

Internationales Symposium „Kindheit, Jugend und Gesellschaft X“

Art:
Symposium
Freie Plätze:
Datum:
27.04.2022 Mittwoch
29.04.2022 Freitag
Ort:
Festspielhaus Bregenz
Platz der Wiener Symphoniker 1
6900 - Bregenz
Vorarlberg
Österreich
Inhalt:
Das Symposium wird verlässlich durchgeführt, gegebenenfalls online (im Falle eines Lockdowns). Bei Online-Veranstaltung im April 2022 bieten wir zusätzlich den 21./22. Oktober 2022 an, mit Ateliers sowie jung&weise-Dialogen. Im Festspielhaus veranstalten wir strikt nach aktueller Vorgabe der Regierung (dzt. 2G+) inkl. AntigenTest vor Ort.


Wie ist es für euch junge Menschen?
Was heißt es, dass es ist, wie es ist?
Welche Folgen hat es?
Wie kann es auf neue Weise anders werden? Wie soll es anders werden?

Wieviel anders ist gut?

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Symposien Kindheit, Jugend und Gesellschaft!

Der rote Faden der Arbeit im Netzwerk Welt der Kinder bildet seit zwei Jahrzehnten das Bemühen, zu komplexen Herausforderungen der Gegenwart verlässlich Orientierung zu gewinnen; in dieser Suche beziehen wir Position und geben der Perspektive der jüngsten Generationen den Vorrang. So vermitteln junge Menschen Alltagserfahrungen und Gedanken: Wie leben wir, wie wollen wir leben, in Nachbarschaft, Gemeinde, Region, im großen Ganzen? Als Erwachsene begleiten wir darin, Herausforderungen zu erfassen, vorfindliche Ideen zu prüfen, Gelingendes zu identifizieren und eigene Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Anliegen verweisen auf Wechselwirkungen von sozialer, ökologischer, wirtschaft- licher und politischer Sphäre. Zusammenhänge von Lokalem und Globalem bleiben nicht bloß medial vermittelte Information. Für junge Menschen sind sie konkret erfahrbar: In Familien und Lebenskontexten Gleichaltriger, in Fragen des Konsums, im Erleben von Veränderungen der ökologischen und sozialen Gleichgewichte – besonders deutlich nun in der Pandemie.

Damit Krisen bewältigt und, wo möglich, als Chance auf Neugestaltung wahrgenommen werden, wollen wir zu den Anliegen der jungen Menschen einen Konvoi von Vielen bilden: Das Etablieren und Stärken verbindlicher Netzwerke trägt bei, eine Kultur aufzubauen, in der junge Menschen verlässlich informiert werden.

In der sie es wagen, ihre Stimme zu erheben, nicht gegeneinander, vielmehr im geteilten Abwägen. Eigenen Anliegen und dem gemeinsamen Lebenssinn auf die Spur kommen, eigene Initiativen setzen, Unterstützung erfahren … erleben, wie wir lernen. Wir wollen Formen eines gleichwürdigen Miteinanders Gewicht geben: Aus verschiedenen Generationen können wir zu Verbündeten werden indem wir für die Praxis Lösungen entwickeln, erproben und umsetzen. Lernen geschieht auf offener Bühne: Im Forum jung&weise geben wir Einblick. Es fordert uns in unserem Mut und um ein altes Wort zu bemühen: Es fordert Demut.

Und Unterscheidungskraft. Die Einsicht, dass Fragen weiterbringen und immer nur zu vorläufigen Antworten führen. Das Miteinander der Vielen führt zu ausgewogeneren Sichtweisen. Hier knüpfen die Fachtage an und informieren pluridisziplinär die intergenerationale Kooperation: Erkenntnisse der Wissenschaften werden für Programme in der Praxis zugänglich gemacht. Wissenschaft repräsentiert keine absolute Wahrheit, wohl wahr. Sie liefert aber eine der besten Annäherungen an die Realität – in ihrer Unvollkommenheit zählt sie zu den tauglichsten Werkzeugen über die wir verfügen. Sie unterstützt darin, Welt zu gestalten.

Gleichwohl gilt: Wir können Welt nicht wahrnehmen ohne Geschichten. So bitten wir Vertreter:innen verschiedener Generationen, Erfahrung und Wissen auch über Geschichten zu vermitteln und sie ins Verhältnis zum historischen Moment zu setzen: In dieser unruhigen Zeit gilt es, das Kohärenzgefühl (Antonovsky) besonders von jungen Menschen und ihren Begleiter:innen neu zu stärken. Wir streben danach, unsere Erklärungsmuster mit verlässlichen Grundannahmen zu versorgen und eine bessere Verstehbarkeit (comprehensibility) unseres Zusammenlebens zu ermöglichen. Welche Wirkkräfte prägen unsere Grundannahmen? Wie treibt uns unsere eigene Natur als Mensch an, was ist nicht verhandelbar? Was kann im Respekt für die Kräfte der Natur als Kultur gestaltet, welche tragfähigen Zukünfte können gemeinsam geschaffen werden? Im Herausarbeiten von Erkenntnissen werden vorhandene und erforderliche Ressourcen identifiziert, um unsere kollektive Handlungsfähigkeit (manageability) zu erhöhen. Die intergenerationale Zusammenschau gibt Orientierung und trägt zur gemeinsamen Wertebildung bei. Eine ausgleichende Dynamik stärkt das Engagement aller Beteiligten.

Im wertschätzenden Zusammenwirken der Generationen können wir Verlorenes betrauern, Schweres bezeugen, Kraft schöpfen um die neu entstandenen Situationen zu bewältigen. Wir hoffen beizutragen, die persönliche Sinnhaftigkeit (meaningfulness) mit jener des Kollektivs zu verbinden. Mit jungen Menschen, mit Erwachsenen in unterschiedlichen Positionen der Gesellschaft wollen wir das Aktivierungspotenzial persönlicher und kollektiver Ressourcen wieder freilegen – und wohlwollend miteinander eine Welt der Kinder gestalten.

Wir danken unseren vielen Weggefährt:innen für das Vertrauen, miteinander immer neu diese Versuche zu unternehmen.

Carmen Feuchtner, Gerhard König
im Namen aller Netzwerkpartner:innen
ReferentInnen:
Anmeldung:
https://cvent.me/QqKQbQ
Anmeldeschluss: 15.04.2022
Kosten:
siehe Homepage
Veranstalter:
Welt der Kinder

6900 Bregenz, Willimargasse 2/2
Link zur Homepage





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