PsychotherapeutInnenBauer Anna




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Interview von Mag. Anna Bauer

F: Welche KlientInnen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben?

KlientInnen, die etwas verändern möchten, auch wenn sie vielleicht noch gar nicht wissen, wie diese Veränderung aussehen könnte. Die dabei Unterstützung und Sicherheit brauchen, Ernst genommen werden wollen, manchmal aber auch in der Therapie lachen möchten.

F: Wie kamen Sie zur Psychotherapie?

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Mut fand, meinen Wunsch zu realisieren: ich wollte mit Menschen arbeiten, da, wo sie wirklich bewegt sind, wo es 'um ihr Leben geht', im besten Sinne.

Über Umwege (Wirtschaft, Familienberaterin) bin ich also Psychotherapeutin geworden. Die Erfahrungen, die ich auf diesem 'Umweg' sammeln konnte, sind wichtige Bestandteile meiner Arbeit als Psychotherapeutin.


F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Neben der Freude an unterschiedlichsten Fragestellungen und Themen haben sich aufgrund meines beruflichen Werdegangs zwei Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert:

Durch meinen wirtschaftlichen Hintergrund (Profit- und Nonprofitorganisationen) kenne ich den Unternehmensalltag und verstehe, wie die Unternehmenswelt tickt. Daraus hat sich mein Arbeitsschwerpunkt Burnout entwickelt. Dieses Thema liegt mir am Herzen, weil ich denke, dass am Anfang immer etwas ganz Persönliches steht: der Traum vom gelungenen Selbst (nach Harry Merl, systemischer Familientherapeut). Wir alle wollen in den Lebensfeldern, in denen wir uns engagieren, etwas sein und etwas können und in unserer Autonomie respektiert werden. Manchmal ergeben sich aus diesem Wunsch Verhaltensweisen, die der Gesundheit nicht zuträglich sind. Das Ziel, das am Ende der Beratung/Therapie stehen sollte, ist nicht unbedingt der Ausstieg aus dem Berufsumfeld, sondern die Neugestaltung Ihres Angebots und Ihrer Verhaltensweisen innerhalb von diesem.

Durch meine Tätigkeit als Familienberaterin an Familienberatungsstellen konnte ich viel Erfahrung in der Arbeit mit Familien machen - daraus hat sich mein zweiter Arbeitsschwerpunkt ergeben. In unserem Kulturkreis hat Familie enormen Einfluss auf unsere Identität. Vor allem innerhalb des Familienkontextes ringen wir immer wieder so darum, als der/die wahrgenommen zu werden, der/die wir sind. Das für mich Fasziniernde daran ist, dass es oft nur kleine Veränderungen in der Wahrnehmung und Bewertung bedarf, um das Miteinander in Familien um vieles leichter und angenehmener für alle Beteiligten zu gestalten.


F: Was bedeutet für Sie Glück?

Für mich ist Glück, wenn ich meinen Alltag gerne lebe. Wenn es mir gelingt, im Tagtäglichen ausreichend Momente und Begegnungen zu finden, die mich in meinem Sein und Tun bestätigen und weiterentwickeln lassen.

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

Es gibt immer mehr Möglichkeiten, als wir im Moment glauben und sehen können.





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