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News > Ein Vierteljahrhundert für die Psychotherapie – Berufsverband feiert Jubiläum

am 10.10.2017
"Welttag der seelischen Gesundheit: Seit 25 Jahren kaum Verbesserungen für psychisch Erkrankte in Österreich

Wien (OTS) - Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) feierte vergangenen Freitag im Rahmen einer großen Jubiläumsveranstaltung im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen sein 25-jähriges Bestehen.

1992 wurde nicht nur der ÖBVP gegründet, sondern die Psychotherapie wurde auch der ärztlichen Tätigkeit gleichgestellt und im Sozialversicherungsgesetz als Pflichtleistung der Krankenkasse aufgenommen. Alle, die es brauchen, sollten seelische Heilbehandlung durch PsychotherapeutInnen erhalten können, hieß es damals.
Das Ziel: ein Gesamtvertrag für Psychotherapie. In dieser vertragslosen Zeit wurde als Überbrückung ein Kostenzuschuss von damals 300 Schilling eingeführt, das derzeit 21,80 Euro entspricht.

Heute, 25 Jahre später, liegt der Zuschuss der Gebietskrankenkassen pro psychotherapeutischer Behandlung immer noch bei den selben 21,80 Euro und ein Gesamtvertrag wurde nie gemacht.

Dies ist ein Zustand, der mittlerweile inakzeptabel ist, vor allem deswegen, weil die Zahl der psychischen Leiden fortlaufend steigt und somit auch der Bedarf nach leistbarer Behandlung mit unkompliziertem Zugang ohne bürokratische und finanzielle Hürden.

Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Psychisch krank – Bitte warten!“ im Rahmen der ÖBVP-Veranstaltung wurde über die derzeitige Versorgungslage, Defizite und Verbesserungsvorschläge diskutiert.
Dr.in Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen, etwa betonte ganz klar: „Die Kontingentierung muss weg. Die Psychotherapie befindet sich im Würgegriff der Sozialversicherungen.“
Dr. Peter Stippl, Präsident des ÖBVP, bringt die Schieflage der Patienten-Versorgung so auf den Punkt: „Ein unkomplizierter und hürdenloser Zugang zur Psychotherapie würde vielen Betroffenen einen Leidensweg ersparen und gleichzeitig die Kosten der Heilbehandlung reduzieren."

Welttag der seelischen Gesundheit: Kein gesunder Arbeitnehmer ohne gesunde Psyche

Was 1992 noch geschah: Die WHO hat den Int. Tag der seelischen Gesundheit am 10.10. ins Leben gerufen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Besonders wichtig ist es, dass sich das private Leben und die Arbeit die Waage halten, die sogenannte Work-Life-Balance hergestellt ist. Dazu gehört es, dass man als Arbeitnehmer auch „Nein“ sagt und Grenzen zieht, wenn nötig.
Nach Langzeitkrankenständen sollte ein sanfter schrittweiser Einstieg möglich sein, um sich wieder in der Arbeit einzufinden und nicht in eine Überforderung zu kippen.
Denn es darf nie vergessen werden, so Dr. Stippl, „Es gibt keine wirkliche Gesundheit ohne psychischer Gesundheit.“

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Der 1992 gegründete Berufsverband ist die unabhängige Interessensvertretung aller PsychotherapeutInnen sowie PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision. Er vertritt die Interessen der PsychotherapeutInnen und führt in diesem Zusammenhang Verhandlungen mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und dem zuständigen Bundesministerium bezüglich eines Rahmenvertrages für Psychotherapie.

www.psychotherapie.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Mag. Barbara Zsivkovits
Öffentlichkeitsarbeit
01/512 70 90-23
oebvp.zsivkovits@psychotherapie.at
www.psychotherapie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBP0001

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20171009_OTS0176/ein-...
Quelle: OTS0176, 9. Okt. 2017, 15:41



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